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Eine Einrichtung der Selbständigen Evangelisch - Lutherischen Kirche (SELK)
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Das Judentum oder das Volk Israel


Das Judentum versteht sich als ein Bund, den Gott vor über 4000 Jahren mit Abraham geschlossen und in eindrucksvoller Weise durch die Befreiung des jüdischen Volkes aus Ägypten und die Übergabe der Gesetze Gottes am Sinai vor ungefähr 3000 Jahren erneuert hat. Das Volk wurde nicht aufgrund seiner Größe, sondern aus der Gnade Gottes heraus berufen. Israel ist Hinweis auf das, was Gott mit allen Völkern vorhat. Durch den "Nachkommen" Abrahams sollen alle Völker gesegnet werden (vgl.1 Mose 22,18). Von Anfang an wird Gottes Einheit und Einzigartigkeit bekannt. Der Mensch steht Gott als sein geschaffenes Ebenbild gegenüber und hat sein Handeln zu verantworten. Die Welt ist als Ganzes Gottes Schöpfung. Ihr Sinn ist die Verwirklichung des Guten. Gott hat seinen Willen offenbart, er ist der Gesetzgeber und Fordernde, der Maßstab des Sittlichen. Ziel der Menschheit ist das messianische Gottesreich des Friedens, der Liebe und der Gerechtigkeit. Gott hat Israel zur Verkündigung seiner Botschaft berufen. Alle Seelen haben gleichen Wert, wes Volkes und welcher Abstammung ihre Träger auch sein mögen. Dem irdischen Leben folgt ein Reich der Ewigkeit, über dem Geheimnis waltet.

Tragisch ist weitgehend die Beziehung zum Christentum verlaufen. Während die Christen Jesus als Messias anerkennen, den die alttestamentlichen Propheten lange verkündigt hatten, lehnen die Juden seinen Anspruch ab. Wurden zunächst die Anhänger Jesu von den Juden verfolgt, wendete sich später dieses Blatt. Bis in die Gegenwart musste das jüdische Volk viel durch die christlichen Kirchen erleiden. Aber im Römerbrief (9-11) des Apostel Paulus ist schon in neutestamentlicher Zeit die Hoffnung ausgesprochen, dass Juden und Christen eines Tages zum Segen für die Menschheit zusammenfinden werden.

Charakteristisch für das heutige Judentum ist, dass nicht ein Glauben Mittelpunkt der Frömmigkeit ist, sondern das Tun. Die Form seiner Frömmigkeit ist der Gehorsam gegenüber dem göttlichen Gebot. Quelle des Judentums ist das Alte Testament, besonders die Thora (5 Bücher Mose). Dazu tritt der Talmud, der die Verhandlungen über die Anwendung der Bibel auf das tägliche Leben enthält und um 500 n. Chr. abgeschlossen war. Im jüdischen Leben hat der synagogale Gottesdienst einen zentralen Platz. Beschneidung als Bundeszeichen, strenge Beachtung ritueller Reinheitsvorschriften, Speisegesetze u. a. gelten als kultisch-zeremonieller Ausdruck des Gehorsams gegen Gott. Neben dem Sabbat werden u. a. vier große Feste des Jahres gefeiert: Pessach oder Passah als Erinnerung an die Befreiung aus ägyptischer Gefangenschaft, Schawuot (Wochenfest) als Erinnerung an die Gesetzgebung am Sinai, Sukkot (Laubhüttenfest) als Erinnerung an den Wüstenzug und Jom Kippur als Tag der Versöhnung.

Übersicht:

  1. das Judentum oder das Volk Israel
  2. der christliche Glaube
  3. der Islam
  4. der Hinduismus
  5. der Buddhismus
  6. der Konfuzianismus
  7. der Taoismus
  8. der Schintoismus









SELK Beauftragter für
Weltanschauungsfragen

Pfarrer Andreas Volkmar, (Bielefeld).
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