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Der Islam


Der Islam geht auf den arabischen Kaufmann Mohammed in Mekka (570 - 632n. Chr.) zurück, der sich als Prophet Gottes verstand. Das Jahr der Hidschra (Flucht) Mohammeds von Mekka nach Medina, 622 n. Chr., ist Beginn der islamischen Zeitrechnung. Der Islam zeigt manche Entlehnung aus Judentum und Christentum, bietet aber eine durchaus eigene Konzeption des religiösen Lebens. Er ist monotheistisch und kennt nur die unbedingte Ergebung in den Willen Allahs, der als absoluter Herrscher angesehen wird. Vom Judentum wurde die Beschneidung übernommen.

Die Propheten des Alten Testamentes wie Mose oder Jona, aber auch Johannes der Täufer und Jesus werden als Propheten geehrt. Sogar die Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria achtet der Islam. Scharf lehnt der Islam aber die Gottessohnschaft Jesu und den Glauben an die Dreieinigkeit Gottes ab. Dabei unterliegt der Islam gewissen Missverständnissen. So wird Maria als Teil der Dreieinigkeit angesehen und die Aussage, dass Jesus vom Vater gezeugt wurde, buchstäblich verstanden. Der Islam begreift nicht, dass die Rede von der Gottessohnschaft Jesu und seiner Zeugung, die Menschwerdung Gottes unterstreichen will.

Der Islam ist eine Gesetzesreligion und will stärker als Christen- oder Judentum auch Gesellschaft und Politik prägen. Zu den religiösen Glaubenssätzen und Pflichten gehören 1. Glaubensbekenntnis: Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet; 2. Gebet: fünfmal am Tage, kniend auf öffentlichen Anruf hin, in ritueller Reinheit; 3. Almosengeben, fast zu einer geregelten Steuer ausgebildet; 4. Fasten: dreißigtägiges Fasten im Monat Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang; 5. Wallfahrt nach Mekka: mindestens einmal im Leben. Verboten sind Wein und Schweinefleisch; im übrigen vertritt der Islam eine gesunde Freude am Leben und keine Askese. Dem Mann waren und sind (in manchen Gebieten) bis zu vier Frauen erlaubt; Ehelosigkeit wird nicht geschätzt. Das heilige Buch des Islam ist der Koran. In ihm ist Mohammeds Lehre, die von den Mohammedanern als geoffenbarte Wahrheit betrachtet wird, in Suren niedergelegt. Daneben bildete sich aus mündlichen Überlieferungen über Mohammeds Entscheidungen und Verhaltensweisen in konkreten Fragen und Situationen die Sunna. Verbreitung: Von dem Ausgangspunkt Mekka mit dem arabischen Nationalheiligtum der Kaaba breiteten die Nachfolger Mohammeds den Islam in zahlreichen Kämpfen (Djihad, der Einsatz für den Islam mit allen von Gott erlaubten Mitteln) aus. Zur Zeit der größten Ausdehnung reichte die Einflusssphäre des Islam von den Pyrenäen bis nach Indien und China. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts setzte eine rückläufige Bewegung ein. Heute ist der Islam in der arabischen, afrikanischen und asiatischen Welt weit verbreitet und gewinnt auch in Europa an Einfluss.

Übersicht:

  1. das Judentum oder das Volk Israel
  2. der christliche Glaube
  3. der Islam
  4. der Hinduismus
  5. der Buddhismus
  6. der Konfuzianismus
  7. der Taoismus
  8. der Schintoismus









SELK Beauftragter für
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